Computer Vision Syndrom: Symptome und Soforthilfe

Es ist 17 Uhr. Du schaust vom Monitor auf und die Welt braucht eine Sekunde, um scharf zu werden. Deine Augen brennen leicht, die Stirn ist verspannt, und eigentlich willst du nur noch auf gar nichts mehr schauen.

Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du in großer Gesellschaft. Das National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) schätzt, dass rund 90 Prozent der Menschen, die täglich mehr als drei Stunden am Bildschirm arbeiten, irgendwann Symptome des Computer Vision Syndroms entwickeln. Bei einem durchschnittlichen Bürojob mit acht oder mehr Stunden Bildschirmzeit ist die Frage also weniger ob, sondern wann.

Was ist das Computer Vision Syndrom?

Das Computer Vision Syndrom (CVS), im Deutschen auch Office-Eye-Syndrom genannt, ist ein Sammelbegriff für Augen- und Sehbeschwerden, die durch längere Bildschirmarbeit entstehen. Es ist keine Augenkrankheit im engeren Sinn. Es ist die Reaktion eines Sehsystems, das evolutionär für wechselnde Distanzen gebaut wurde und jetzt acht Stunden am Stück auf 60 Zentimeter Entfernung fokussieren soll.

Zu viel Bildschirm: Diese Augen-Symptome sind typisch

  • Müde, schwere Augen schon am Nachmittag
  • Verschwommenes Sehen, besonders beim Blick in die Ferne nach langer Naharbeit
  • Brennende oder trockene Augen
  • Gerötete Augen und ein Fremdkörpergefühl
  • Kopfschmerzen im Stirn- und Schläfenbereich
  • Nacken- und Schulterverspannungen, weil du unbewusst die Haltung änderst, um besser zu sehen
  • Flimmern oder Lichtempfindlichkeit nach langen Sessions

Einzeln wirkt keins dieser Symptome dramatisch. Zusammen ergeben sie ein Muster, das viele Bildschirmarbeiter für normal halten. Normal ist es nur in dem Sinn, dass es fast alle betrifft.

Warum Bildschirmarbeit deine Augen so ermüdet

Drei Mechanismen kommen zusammen.

Du blinzelst zu wenig. Normalerweise blinzelt ein Mensch etwa 15 Mal pro Minute. Bei konzentrierter Bildschirmarbeit sinkt die Rate auf ein Drittel davon. Weniger Blinzeln bedeutet weniger Tränenfilm, und der Tränenfilm ist die Schutzschicht deiner Augenoberfläche. Das erklärt das Brennen und die Trockenheit.

Deine Augenmuskulatur bekommt nie Pause. Scharfstellen auf kurze Distanz ist aktive Muskelarbeit. Acht Stunden auf 60 Zentimeter sind für deine Ziliarmuskeln das Äquivalent von acht Stunden Wandhocke. Das verschwommene Sehen am Abend entsteht, weil die Muskulatur nach so langer Daueranspannung nicht mehr sauber umschalten kann.

Blaulicht erreicht deine Makula. Der hochenergetische blaue Anteil des Bildschirmlichts dringt bis zur Makula vor, der Stelle des schärfsten Sehens auf deiner Netzhaut. Dort stimuliert er die Bildung freier Radikale. Kurzfristig trägt das zur Ermüdung bei. Über Jahre hinweg diskutiert die Forschung mögliche Langzeitfolgen für die Sehfunktion.

Müde Augen und verschwommenes Sehen: Wann zum Arzt?

Verschwommenes Sehen nach einem langen Bildschirmtag, das nach Pause oder Schlaf wieder verschwindet, ist typisch für CVS. Anders sieht es aus, wenn die Unschärfe plötzlich auftritt, nur ein Auge betrifft, von Schmerzen begleitet wird oder auch nach bildschirmfreien Tagen bleibt. Das gehört zeitnah in augenärztliche Abklärung. Auch generell gilt: Eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt schadet nie, gerade wenn du viel am Bildschirm arbeitest.

Was sofort hilft: 5 Maßnahmen für heute

  1. Die 20-20-20-Regel. Alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas schauen, das mindestens 20 Fuß (etwa 6 Meter) entfernt ist. Das ist die einfachste Entlastung für deine Fokusmuskulatur.
  2. Bewusst blinzeln. Klingt banal, wirkt aber. Ein paar Mal pro Stunde bewusst langsam blinzeln verteilt den Tränenfilm neu.
  3. Bildschirm richtig positionieren. Oberkante auf Augenhöhe oder leicht darunter, Abstand 50 bis 70 Zentimeter. Der Blick sollte leicht nach unten gehen, das reduziert die offene Augenfläche und damit die Verdunstung.
  4. Auf die Luft achten. Trockene Heizungs- oder Klimaanlagenluft verschärft alles. Lüften hilft, ein Glas Wasser in Reichweite auch.
  5. Text größer stellen. Wenn du die Schriftgröße erhöhst, statt näher an den Monitor zu rücken, entlastest du die Fokusmuskulatur sofort.

Was langfristig hilft: Deine Augen versorgen

Kurzfristige Entlastung ist die eine Hälfte. Die andere ist die Frage, wie gut dein Sehsystem für die Dauerbelastung versorgt ist.

Zwei Nährstoffe stechen in der Forschung heraus: Lutein und Zeaxanthin. Sie sind die einzigen Carotinoide, die sich in nennenswerter Konzentration in der Makula einlagern. Dort bilden sie das sogenannte makuläre Pigment, das als natürlicher Filter für hochenergetisches blaues Licht wirkt. Klinische Studien zeigen, dass eine ausreichende Zufuhr die Pigmentdichte der Makula erhöhen und Marker für Augenermüdung senken kann. Dein Körper kann beide Stoffe nicht selbst herstellen. Sie kommen vor allem in dunkelgrünem Blattgemüse vor, von dem die meisten Bildschirmarbeiter deutlich zu wenig essen.

Dazu kommt Riboflavin (Vitamin B2), für das die EU einen geprüften Health Claim führt: Riboflavin trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei.

Wer acht Stunden am Tag in einen Monitor schaut, stellt an sein Sehsystem Leistungsanforderungen wie ein Sportler an seine Muskulatur. Es ist konsequent, die Versorgung genauso ernst zu nehmen.

Bildschirmzeit reduzieren? Realistisch bleiben.

Der ehrlichste Rat wäre: weniger Bildschirm. Nur ist das für die meisten von uns keine Option, weil die Arbeit nun mal dort stattfindet. Realistischer ist die Kombination aus kluger Entlastung im Alltag und einer Versorgung, die zur tatsächlichen Belastung passt.

Für alle, deren Arbeit am Bildschirm stattfindet

Genau für diesen Alltag haben wir die letzten 6 Monate an einer Lösung gearbeitet: elota ist ein tägliches Sachet für Fokus und Augengesundheit*. Lutein, Zeaxanthin und Riboflavin versorgen dein Sehsystem. Dazu kommen 100 mg Koffein mit 200 mg L-Theanin, eine Kombination, für die Studien bessere anhaltende Aufmerksamkeit zeigten als für Koffein allein (Owen et al. 2008; Haskell et al. 2008). Ein Stick pro Tag in Wasser, fertig.

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*Riboflavin trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei. Riboflavin trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine augenärztliche Untersuchung. Bei plötzlichen oder anhaltenden Sehbeschwerden wende dich an medizinisches Fachpersonal.